T-Shirt Legna
© Severin Jakob

Muntagnard – Grundlegend anders

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«Grundlegend anders» – mit dieser Einstellung haben Dario Grünenfelder und Dario Pirovino das Unternehmen Muntagnard im 2018 gegründet. Ein Schweizer Textilunternehmen mit Fokus auf Nachhaltigkeit. Doch als die beiden ihre Idee mit Experten diskutierten, merkten sie schnell, dass sie mit ihrer Perspektive ziemlich allein dastanden. «Alle sagten uns «das geht nicht» und «so kann das nicht funktionieren»», was für die beiden jedoch eher Herausforderung als ein Grund aufzugeben war.

Dario Grünenfelder und Dario Pirovino kannten sich bereits aus der Schulzeit, wuchsen in Domat Ems in Graubünden auf und gingen gemeinsam in die Kantonsschule in Chur und an die HSG. Für eine Weile trennten sich ihre Wege, während beide in Beratungen (Nachhaltigkeits- und Strategieberatung) tätig waren. Doch eines Tages war für beide klar, dass sie aus ihrem Unternehmensberatungsalltag ausbrechen wollten. Sie kündigten ins Blaue hinaus – unabhängig voneinander und zufälligerweise auf denselben Tag.

«Das Thema Nachhaltigkeit war immer der Kern unserer Idee»

Die beiden diskutierten zahlreiche Geschäftsideen und entschieden sich schliesslich dazu, ein Schweizer Textilunternehmen mit Fokus auf nachhaltige Innovationen zu gründen. «Das Thema Nachhaltigkeit war immer der Kern unserer Idee», so Dario G., der auch während seiner Unternehmensberatungstätigkeit seine Kunden darin beriet, wie sie ihr Unternehmen nachhaltig ausrichten können.

«Unser erstes Kleidungsstück sollte eine nachhaltige Jacke sein. Wir begannen damit, jeden einzelnen Schritt von der Stoffherstellung bis zum «Lebensende» zu durchleuchten und alles anders zu denken – mit dem Ziel, den kleinstmöglichen Impact zu verursachen. Die grössten Hebel dazu sehen wir in der Materialauswahl und Produktkonzeption. Die Materialien müssen einerseits ressourcenschonend hergestellt werden und vor allem kreislauffähig sein. Wir wollen keinen Abfall produzieren, d.h. unsere Produkte müssen idealerweise recyclebar oder zumindest biologisch abbaubar sein.»

Was das heisst, haben die beiden in den letzten Jahren gelernt. Die Kleidung muss aus Materialien hergestellt werden, die nachher wieder als Rohmaterial eingesetzt werden können – also beispielsweise Kleidung aus einer Faser, einschliesslich Etikett und Nähgarn, ohne Kunststoffe. Eine echte Herausforderung, wie sich zeigte. Denn allein für ein herkömmliches Baumwoll-T-Shirt werden – nebst Etikett – rund 100-150 Meter Nähgarn, meist aus synthetischen Stoffen, also Plastik, verwendet.

Das erste zertifizierte plastikfreie Kleidungsstück

«Der erste Schritt war dann für uns, ein T-Shirt zu produzieren, bei dem konsequent jeder Schritt durchdacht und anders angegangen wurde», erklärt Dario G. «Der Einsatz von Materialien, die wenig Anbaufläche beanspruchen und schnell nachwachsen, geringer CO2-Ausstoss und Wasserverbrauch entlang der Lieferkette, und gänzlicher Verzicht auf Synthetik. Es ging länger als gedacht, aber wir haben unser Ziel erreicht und für unser T-Shirt sogar weltweit als Erste für ein Kleidungsstück die Plastikfrei-Zertifizierung von flustix erhalten.»

Doch die Erfolgsgeschichte geht noch weiter. Nebst Anfrage aus Graubünden, BAG-konforme Masken für Ski- und Snowboardfahrer zu entwickeln, haben die beiden im Herbst 2020 auch ihre Jacke «Lana» auf den Markt gebracht. Ein zeitloser Klassiker aus eigens entwickeltem Schweizer Wollstoff, gefüttert mit einem Stoff aus europäischem Buchenholz, Details aus Schweizer Hirschleder und Knöpfen aus Nüssen. Vermutlich überflüssig zu erwähnen, aber ebenso konsequent in Punkto Nachhaltigkeit umgesetzt – sämtliche Produktionsschritte finden innert weniger 100 Kilometer statt und die Jacke wird im Kanton Schwyz konfektioniert..

Zum Abschluss interessierte mich noch, wohin die Reise weitergeht. «Wir werden weiterhin konsequent nachhaltige Produkte herstellen», sagt Dario G.. «Als Nächstes konzentrieren wir uns auf sportliche Alltagsbekleidung, womit wir neue Wege im Sportbereich gehen wollen und nachhaltigere Alternativen fürs Joggen, Wandern oder das Fitness anbieten.»

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