Als wir das Restaurant Heugümper betreten, werden wir zunächst einmal überaus herzlich von Pam Pfoster begrüsst, die das Lokal seit September 2014 gemeinsam mit dem langjährigen Küchenchef René Suter führt. Wir nehmen Patz an einem der Tische in den erst kürzlich aufgefrischten Räumlichkeiten, lassen das neue, moderner und cleaner gewordene Ambiente auf uns wirken und freuen uns darüber, dass der traditionelle Charakter dem charmanten Lokal in der Zürcher Altstadt nicht abhanden gekommen ist.

Geblieben sind glücklicherweise auch die altbekannten Klassiker auf der Menu-Karte, weshalb unsere Wahl schnell getroffen ist: einmal die Tagessuppe aus Tomaten und Aprikosen gefolgt vom Thunfisch sowie Kopfsalat mit Granatapfelkernen an einem Kräuter-Dressing und zur Hauptspeise das gerollte Cordon Bleu mit Trüffel-Brie und Bauern-Schinken. Dazu einen Château Poujeaux, der sich als ausgezeichnet erwies.

Die Suppe war wie immer bei René Suter ein gelungener Auftakt. Seine Kreationen sind einfach vortrefflich und nicht ohne Grund wurde er mit 14 Gault-Millau Punkten ausgezeichnet. Was denn sein Geheimnis neben der Frische der Zutaten sei, frage ich ihn. „Nun, das Geheimnis ist banal“ antwortet er „wir kochen mit viel Liebe!“

„Für die Suppe muss das Gemüse langsam anziehen, ein selbstgemachter Gemüsefond beigegeben werden und vor allem darf nicht an Gewürzen, Butter und Rahm gespart werden.“ Die beiden Hauptgänge hat René übrigens schon mehrfach versucht von der Karte zu nehmen. Ohne Erfolg. Seine Stammgäste haben die Gerichte stets wieder zurück gefordert.

Der Tuna mit Wasabi-Erdnusskruste, Ingwer-Mango-Sauce und Sesamkartoffeln ist so gut wie ich einen Thunfisch nur selten einmal serviert bekommen habe. Leicht scharf und ganz wunderbar aromatisch. Auch meine Begleitung scheint überaus zufrieden mit dem georderten Cordon Bleu. – Auch ein Klassiker will erst einmal gut zubereitet sein!

Während wir uns Gedanken über ein Dessert machen, laufen gerade ein paar Schaulustige am Fenster vorbei und blicken ins Restaurant. „Es gibt immer wieder neugierige Blicke“ erzählt Pam, „schon allein weil das Restaurant dem Grasshopper Club Zürich, einem Schweizer Sportclub mit traditioneller Fussballsektion, gehört.“ Zu spüren ist davon im unteren Teil des Restaurants allerdings nichts.

Im ersten Stock jedoch, wo sich der zweite Teil des Restaurants befindet, ist das ein wenig anders. Hier stehen, in eleganter Atmosphäre, Trophäen auf der Empore und Bilder an den Wänden dokumentieren die sportlichen Erfolge des GC. Diese Räumlichkeiten nutzen übrigens nicht nur die Sportler des GC für ihre Vereinssitzungen, sondern auch andere Gesellschaften und Geschäftsleute für Veranstaltungen.

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