Die Idee entstand ganz spontan oder besser gesagt notgedrungenermassen. Was tun, wenn man den Food-Gott, angesagten Kochbuchautor und Ober-Scout Richi Kägi, der notabene jahrzehntelang in der «Delicatessa»-Verantwortung bei Globus war, zu sich einlädt und die Freundschaft noch nicht über den kulinarischen Horizont hinausgewachsen ist? Also in dem Sinne, dass man einfach Spaghetti servieren könnte, es rein um die Gespräche ginge und gut so.
Das was man kann. Was in meinem Fall hiess, dass ich meine engen Freunde Stefan Schüller #essgobar und Peter Jauch #The_real_about_gin um Hilfe bat. Denn auf Stefan, oder besser gesagt Schülli – wie ihn alle nennen –, ist Verlass, wenn es darum geht, sich kulinarisch «auf der Überholspur» zu bewegen. Sein Handwerk hat er in etlichen grossen Küchen erlernt (16 Punkte Gault Millau) und in einer Weise perfektioniert, die effektiv herausragend ist.
Gin-infused Menü
Gin in den Speisen:
Zum Thunfisch mit Avocado haben wir den klassischen Doppelwacholder von Eversbusch aus Deutschland in der Special-Sauce verarbeitet. Das herbe Aroma des Wacholders fanden wir ideal in der Kombination.
Der Hummer garte während zwei Stunden in einer Gin-Limetten Marinade, wofür wir den Zitrus Gin Ginologist No. 1 aus Südafrika wählten, der auf der Basis eines Zitronen-Basis-Alkohols hergestellt wird. Das Ganze ging bei geringer Temperatur in den Ofen und ab auf die Spaghetti – als der Ofen geöffnet wurde, strömte uns der Duft eines Mojto entgegen.
Zum Tomahawk Steak gingen wir in den Wald und schnappten uns einen norwegischen Gin – Vidda. Bei diesem sind die waldigen und Kräuteraromen ausgeprägt erkennbar, was sich in einer Marinade mit Salz und Pfeffer als perfekter Begleiter zum Fleisch erwies.
Der perfekte Gin zum Nektarinen-Semifreddo stammt aus Spanien und ist ein allseits bekannter – der Gin Mare.