Mit der Milchbar hat sich der kreative Kopf und Inhaber zahlreicher weiterer innovativer Gastronomiebetriebe Zürichs, Michel Péclard, erneut einen Geniestreich geleistet. Viel gibt es hier zu entdecken. Vor allem viel Neues und Überraschendes: Vom Delikatessgeschäft über ein Kaffeeatelier bis hin zu einem Restaurant mit Bar und nicht zuletzt ein 1-Zimmer-Hotel. Aber eines nach dem anderen.

Weltbester Kaffee

Ohne Probleme finde ich die Milchbar zwischen Bürkli- und Paradeplatz an der Kappelerstrasse. Hin und hergerissen zwischen den Eingängen zum Delikatessengeschäft und dem Kaffeeatelier entscheide ich mich für letzteren. Dort fallen mir als erstes die Siphon-Kaffeemaschinen auf. „Damit mache ich den weltbesten Kaffee“, sagt Nina Rimpl mit einem strahlenden Lachen. Und sie muss es wissen, denn immerhin ist die Barista hinter dem Tresen eine frisch gekürte Schweizer Meisterin Ihres Metiers.

Dahinter steckt eine Wissenschaft für sich, merke ich, als sie mir nun etwas ernsthafter eine Einführung in diese besondere Brühmethode gibt. Seit langem wird das Verfahren in Japan so zelebriert und hat in den vergangenen Jahren in immer mehr Metropolen begeisterte Anhänger gefunden. Voller Neugier lasse ich mir einen Kaffee brühen. Und tatsächlich: er schmeckt ausgezeichnet! Zu meiner Überraschung wird der Kaffee mit einem Shot gereicht. Kein alkoholischer, sondern ein Weizengras-Shot, der ebenfalls mit einer besonderen Maschine hergestellt wurde.

Für deren Anschaffung ist Michel Péclard mit seinem Geschäftspartner Florian Weber sogar eigens nach New York gereist. Die Power, die in diesem aussergewöhnlichen Getränk steckt, rechtfertigt den Aufwand allerdings voll und ganz. Zu vitaminspendenden Säften und Smoothies werden glutenfreie Muffins, Brownies und Sandwiches gereicht. Alles auch „to go“ und unter der Woche bereits ab 5 Uhr in der Früh.

In der Milchbar kommen überdies nicht nur Gesundheitsbewusste voll auf ihre Kosten. An der Bar im ersten Stock können beim After-Work Drink auch sehr erlesene Weine kleiner, noch unbekannter europäischer Weingüter probiert werden. Als kulinarische Begleitung bieten sich dabei die Delikatessen von der Feinkost-Theke an.

Angefangen von herrlichen Käsesorten über frischen Aufschnitt und Lachs bis hin zu Noix gras und Rillettes findet sich hier so manche Gaumenfreude. Allesamt übrigens auch wunderbare Mitbringsel zur nächsten Einladung, für deren Verpackung es fröhliche, eigens designte Tupfen-Baumwoll-Säckchen im Angebot hat.

Ach, und bevor ich es noch vergesse zu erwähnen: Das 1-Zimmer-Hotel wird von Max Zuber gestaltet und eröffnet im Frühling 2015. Gebucht werden kann es nicht, sondern nur ersteigert. Viel Glück beim Bieten!

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