Maurice de Mauriac Dreifuss
© Alex Berlinetta

Maurice de Mauriac – Die Zürcher Uhrenmanufaktur

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Wo anfangen? Über Maurice de Mauriac gäbe es unzählige Geschichten, die es wert wären, an dieser Stelle zu erzählen. Da wäre einmal die Historie über das Familienunternehmen, das mit der Gründung der Manufaktur durch den Ex-Banker Daniel Dreifuss vor rund 25 Jahren in Zürich an der Tödistrasse entstand und heute in die Hände der beiden Söhne Massimo und Leonard über ging – symbolisch abgerundet mit der einzigartigen «Grand Cœur», der ersten Uhr, welche die beiden allein entwickelt haben – als Hommage an das Werk ihres Vaters.

Oder die Story über ihren «Landy», wie die Dreifüsser liebevoll ihren alten blauen Series II Land Rover von 1967 mit der Aufschrift «Maurice de Mauriac – watches made by zurich» nennen, mit dem Vater Daniel und zuweilen auch der ehemalige Schweizer Nati-Captain Stephan Lichtsteiner umher cruisen, um Kunden, reparierte Uhren zurück zu bringen.

Stephan Lichtsteiner bei Maurice de Mauriac
Foto: Sven Thomann

Stephan Lichtsteiner? Ja, Stephan Lichtsteiner. Er absolviert derzeit ein sechsmonatiges Praktikum bei den Watchbros Massimo und Leonard und begleitet die Entstehung eines mechanischen Chronographen, seiner Lieblingsuhr, der L3 sees red mit rotem Glas, welche natürlich die Nummer 26 trägt – seine Nummer aus der Fussballzeit.

Wobei auch die Maurice de Mauriac Stan Smith Signature Watch ein Artikel wert wäre – entstanden in Zusammenarbeit mit Stan Smith, der oft Witze darüber macht, dass er mit einem Schuh verwechselt wird. Well, nun besteht die Gefahr, dass er mit der Uhr verwechselt wird. Im Übrigen eine limitierte Auflage von 100 pro Farbe (grün/weiss, rot/weiss, blau/weiss).

Maurice de Mauriac Stan Smith Uhr
Foto: Fred Mullane

Doch bei all den grandiosen Geschichten, die auch auf der Website von Maurice de Mauriac nachzulesen sind, habe ich mich entschieden, etwas über die – nein, nicht die Uhren – sondern die Bänder zu schreiben. Wieso die Bänder werden Sie sich nun vielleicht fragen. Nun, vermutlich gibt es kaum ein Uhren-Brand, der dem Träger seiner Uhr mit einer Auswahl von über 2’500 Bändern zu einer dermassen grossen Individualität verhelfen kann. «Das wissen auch die grossen Uhrenhändler von der Bahnhofstrasse, die immer mal wieder ihre Kunden zu uns schicken», erzählt Massimo mit einem gewissen Stolz.

«Die Wirkung der Bänder wird völlig unterschätzt», ergänzt Leonard. «Wir hatten schon Leute im Geschäft, die meinten es handle sich um eine ganz andere Uhr. Dabei war lediglich das Band ein anderes. Zu uns kommen auch immer wieder Kunden mit antiken Uhren oder Uhren von anderen Brands, weil sie sich mehr Individualität mit einem neuen Band wünschen. Darin sind wir Spezialist und können bis zur Einzelanfertigung beinahe alles bieten. Einmal hatten wir zum Beispiel einen Segler, der kam rein und liess sich von uns ein Band aus einem alten Alinghi-Segeltuch kreieren. Auch das konnten wir umsetzen und der Kunde war mega-happy.

Bänder von Maurice de Mauriac

Eine Besonderheit sind auch unsere Nato-Straps aus gewobenem Nylon, die ursprünglich für Soldaten entwickelt wurden, die im Zweiten Weltkrieg in den tropischen Gebieten im Einsatz waren, wo Lederarmbänder wegen der Feuchtigkeit weniger geeignet sind, und jetzt aufgrund der James Bond Darsteller Sean Connery und Daniel Craig ein Revival erleben. Von diesen Durchzugsbändern bieten 65 verschiedene Styles, mit denen sich eine Uhr schnell und unkompliziert in ein Unikat verwandeln lässt.

Insgesamt bieten wir viele verschiedene Materialien: Cordovan-Leder aus Chicago (ein besonders solides, geschmeidiges und edles Leder), Büffelleder, veganes Leder, Kroko, Textil, Rubber (Naturkautschuk) aus Schottland (vorteilhaft im Sommer) und Metall. Hergestellt wird in einem Atelier in Italien, in 18 Schritten, in Handarbeit. Dadurch sind unsere Möglichkeiten wirklich sehr vielfältig.»

Diskutiert werden die Ideen – sei es über Bänder oder Uhren-Kompositionen – zumeist an ihrer Tischuniversität, wie sie den Dreh- und Angelpunkt in ihrem Ladenlokal an der Tödistrasse in Zürich nennen. «Hier kommen Menschen aus der ganzen Welt, Espresso, Materialien, Skurilitäten, Devotionalien, Daniel Dreifuss, seine Söhne Massimo und Leonard, Kunden, Freunde, Wissen, Erfahrung, die Zeit und Uhren zusammen. Hier entsteht Wissen, wird Wissen vermittelt, werden Ideen kuratiert und letztendlich jeden Tag an der Seele der Marke Maurice de Mauriac und ihren Uhren gearbeitet.»

Ein wirklich besonderer Ort, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann, und den ich von Herzen nur weiterempfehlen kann.

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