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Meinen Ausflug von letzter Woche auf das Kai Boat werde ich so schnell nicht vergessen. Für ein paar Stunden auf einem der komfortablen, norwegischen Marex-Boote auf dem Zürichsee dem Alltag entfliehen – dazu die kreativen Sushi und Japanese Tapas von Kai Sushi und ein Cüppli Champagner. What else? – würde George Clooney vermutlich sagen.

Die Idee kam relativ spontan auf und wird sicher umso länger in meiner Erinnerung bleiben. Mit Freunden haben wir das Package «Quick Cruise» auf dem Kai Boat für den Donnerstag-Nachmittag gebucht. Badesachen ins Gepäck und ab ging es zur Anlegestelle der Yachtwerft Faul in Horgen, wo uns Amit Shama, Captain und Inhaber von Kai Sushi, mit seiner Crew bei traumhaftem Wetter bereits erwartete.

Nach einer herzlichen Begrüssung nahmen wir in der grosszügigen Sitzgruppe Platz, die dank eines Schiebedachs auch genügend Schattenplatz an hochsommerlichen Tagen bietet. Und schon ging es los. Amit legte ab und fuhr seeaufwärts in Richtung Wädenswil; Anja, die gute Seele an Board, offerierte uns einen trockenen Champagner und die hauseigene Biersorte «Yuzu Amber», von dem alle an Board begeistert waren. Die Kombination der asiatischen Zitrusfrucht mit dem malzigen Geschmack des Amber Biers kam bei uns sehr gut an.

Nach dem Apéro ankerten wir bereits vor der Halbinsel Au, einem ruhigen, naturbelassenen Eck vor Wädenswil auf dem Zürichsee, das hoffentlich weiterhin ein Geheimtipp bleibt. Nach und nach genossen alle einen Sprung ins kühle Nass und wurden immer relaxter. Sämtliche «To Dos» waren vergessen. Wir wollten alle für den Rest der Woche bleiben.

Da zauberte Amit aus seiner Kombüse zum Auftakt Lachs-Sashimi vom Bauchlappen hervor, das er spontan mit dem Bunsenbrenner für uns an der Oberfläche grillierte. Der Geschmack überzeugte uns alle und einte insbesondere die Kulinariker an Board, worunter Stefan Schüller (Chefkoch 16 Punkte Gault Millau, Essgobar Catering) und Alex Kühn (Gastrojournalist).

Und auch die darauffolgende Sushi-Platte, gespickt mit kreativen Rolls, Uramakis und Nigiris, stand dem hohen Niveau, wie wir es von Küchenchef Alex Nikolsky im Restaurant Kai Sushi kennen, in nichts nach. Doch das kulinarische Highlight stand uns noch bevor: Ein Onsen Ei mit Gurkensalat und handgeschnittenem, dry-aged Beef-Tatar. Im Grunde der Beweis für die exzellente Fusion Kitchen, wie es sie in Zürich eben nur bei Kai Sushi gibt.

Abgerundet haben das Erlebnis die Petit Fours, die es zum Dessert gab – und vor allem Amit mit seiner Crew, die in ihrer unaufdringlichen und sympathischen Art einfach unschlagbar waren.

Empfehlen kann ich einen Kai Boat-Trip eigentlich jedem, der sich eine exklusive Auszeit wünscht. Das Package ist mit sechs Personen bereits ab 200 Sfr pro Person buchbar.

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